Klage gegen Kanye West wegen angeblicher Körperverletzung
Kanye West (48) steht erneut im Fokus unangenehmer Schlagzeilen: Der Rapper soll im vergangenen April einen Mann im legendären Hotel Chateau Marmont in Los Angeles angegriffen haben. Das geht aus einer nun eingereichten Klage hervor, über die TMZ berichtet. Der Kläger, der anonym als John Doe auftritt, wirft dem 48-Jährigen vor, ihn an einem Tisch in der Hotel-Lounge plötzlich und ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Mann verklagt den Musiker nun wegen Körperverletzung und seelischer Belastung und fordert Schmerzensgeld in bislang unbekannter Höhe. Auf Anfragen zu den Vorwürfen habe Kanye bisher nicht reagiert.
In der Klageschrift, die dem Portal vorliegt, schildert der Kläger den angeblichen Angriff mit drastischen Worten. Der erste Schlag habe ihn zu Boden gerissen, dabei sei er mit dem Kopf aufgeschlagen und bewusstlos geworden. Trotz seines Zustands soll Kanye ihn weiter attackiert haben: Der Rapper habe "ihn weiter mehrfach geschlagen, während er bewusstlos am Boden lag." Zusätzlich wirft der Mann dem Musiker vor, ihn im Nachgang fälschlich beschuldigt zu haben, sich gegenüber einer Frau aus Kanyes Umfeld unangemessen verhalten zu haben. Diese Darstellung habe der "Runaway"-Interpret später in einem vielgehörten Podcast wiederholt und ausgeschmückt, was den Kläger laut eigenen Angaben einem großen öffentlichen Spott ausgesetzt haben soll.
Kanye, der sich inzwischen offiziell Ye nennt, sorgt seit Jahren immer wieder mit kontroversen Auftritten und öffentlichen Ausrastern für Schlagzeilen, neben seiner Musik und seiner Modekarriere. Der Rapper, der mit seiner Ex-Frau Kim Kardashian (45) vier Kinder hat, bewegt sich seit seinem Durchbruch Anfang der 2000er-Jahre in einem intensiven Medienumfeld, in dem Privatleben, Kunst und öffentliche Wahrnehmung eng ineinandergreifen. In Interviews sprach er in der Vergangenheit immer wieder offen über Druck, gesundheitliche Belastungen und seinen Umgang mit der eigenen Berühmtheit. Seine Auftritte in Podcasts und auf Social Media sind häufig ungefiltert und sehr direkt, was ihm eine treue Anhängerschaft, aber auch viel Kritik eingebracht hat. Wie sich die aktuelle Klage auf sein öffentliches Auftreten und seine zukünftigen Projekte auswirken wird, bleibt nun abzuwarten.






