Mit Plumpsklo und einer Feuerstelle begann die Geschichte einer neuen Gesellschaft in der Pionier-TV-Show Newtopia. Auf einem abgeschirmten Gelände südöstlich von Berlin versuchen die Kandidaten, eine neue Zivilisation nach ihren eigenen Regeln aufzubauen. Doch leider gab es nur Streik und Chaos, sinkende Zuschauerzahlen, TV-Sex, Rausschmiss und Schließung einer Homo-Ehe zu vermelden. Nach all den spektakulären Momenten hat die Sendung heute aber auch (k)einen Grund zu feiern: 100. Folge! Ein Grund mehr das TV-Spektakel mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Als "das größte Experiment aller Zeiten" wurde das Reality-Format angekündigt und die Hoffnungen waren riesig. Doch der Erfolg der Sendung lässt noch immer auf sich warten. Bei den Quoten sieht es mau aus und die Zuschauerkurve rauscht mit jeder Folge weiter in den Keller. Ergebnis: Langeweile und Desinteresse beim Publikum! Mit einem verzweifelten Versuch, die Zuschauer doch noch zu fesseln, schickte man den Althippie Rainer Langhans (75) ins Dorf, um die Newtopianer aufzumischen. Der Versuch scheiterte kläglich und der Funke ist mit dem Special-Besuch auch nicht auf die Zuschauer übergesprungen. Der permanente Bewohnerwechsel dank vieler Neuzugänge und Abgänge macht das Fiebern für einen Favoriten strikt unmöglich.

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Dass die spannungsgeladene Mischung der Charaktere und die extrem lange Laufzeit der TV-Show von 12 Monaten keinen Knalleffekt bei den Zuschauern ausgelöst hat, ist auch dem Sat.1 Chef Nicolas Paalzow nicht entgangen. "'Newtopia' war nicht der Game Changer, den wir uns erhofft hatten. [...] Wir sind auf die Dynamik angewiesen, die sich im Zusammenspiel der Protagonisten entwickelt. Und die ist leider nicht so ausgeprägt, wie erhofft. Deshalb steht 'Newtopia' auch unter Beobachtung.", erzählte er einsichtig gegenüber horizont.net. Da bleibt wohl nur zu hoffen, dass echte Fans sich dennoch auf weitere 100 Folgen freuen können.

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